15.12.2017

Keita-Ruel nutzt Unachtsamkeit in der 89. Minute zum 1:1

Die stark ersatzgeschwächte Fortuna holt beim VfR Aalen einen glücklichen Punkt

Mit einem Remis beim VfR Aalen verabschiedete sich die Fortuna in die Winterpause. Foto: Fortuna

Das erhoffte Erfolgserlebnis blieb zwar aus. Aber die Fortuna verabschiedete sich am Freitag zumindest mit einer Punkteteilung in die Winterpause. Beim VfR Aalen traf Torjäger Daniel Keita-Ruel in der 89. Minute für die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat noch zum glücklichen 1:1-Ausgleich. Die Kölner blieben somit in der 3. Liga zwar auch im sechsten Spiel in Folge ohne Dreier, aber auch im siebten Spiel in dieser Saison unter Flutlicht ungeschlagen.

„Wir waren zwar kreativ, aber wir haben es in der ersten Halbzeit schlecht umgesetzt, und in den zweiten 45 Minuten fehlte uns die Struktur. Die einzige Chance, die wir heute auf den Punkt hatten, war die brachiale Art. So unverdient, wie wir heute den einen Punkt gewonnen haben, so unverdient haben wir zu Hause gegen Zwickau zwei verloren. Die Hinrunde ist trotz allem sehr gut für uns gelaufen. Aktuell fehlte es uns an der Intensität auf dem Platz. 33 Punkte sind eine sehr vorzeigbare Bilanz“, sagte Uwe Koschinat.

Die Fortuna nahm die Partie in der Ostalb Arena mit zwei Änderungen in der Startelf gegenüber der Niederlage in Paderborn in Angriff. Okan Kurt ersetzte den gesperrten Dominik Ernst als Rechtsverteidiger. Robin Scheu kam nach abgelaufener Sperre für Cimo Röcker in die erste Elf.

Auf dem tiefen Rasen in Aalen begannen beide Mannschaften abwartend. Bei der Fortuna fehlte im Spielaufbau die notwendige Präzision. Viele Zuspiele fanden nicht den richtigen Adressaten. So war es beinahe unmöglich zu vielversprechenden Abschlüssen zu kommen. Auch die wenigen Standards wurden unzureichend ausgeführt. Die Hausherren waren indes auch nur bedingt gefährlich und hatten nur zwei nennenswerte Situationen in der Offensive. Die erste Szene führte allerdings zur Führung für den VfR. Maik Kegel leistete sich einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Der anschließende lange Ball der Aalener wurde unglücklich in den Lauf von Matthias Morys abgefälscht. Christopher Theisen konnte ihn im Laufduell nicht mehr entscheiden stören und Morys schoss Tim Boss den Ball aus zwölf Metern durch die Beine zum 1:0 (13.).

Zehn Minuten später legte Luca Schnellbacher den Ball auf Höhe der Strafraumgrenze mit dem Kopf zurück auf Rico Preißinger, der sofort abzog. Fortuna-Keeper Tim Boss über die Latte lenkte den Ball reaktionsschnell über die Latte. Den einzigen Schussversuch der Kölner verzeichnete der Kapitän, der nach Zuspiel von Michael Kessel aber zwei Meter drüber schoss (28.). „Wir müssen einfach besser Fußball spielen in der zweiten Halbzeit“, sagte besagter Hamdi Dahmani dann auch nach den ersten 45 Minuten.

Zunächst war aber wieder Aalen am Drücker. Einen Schuss von Marcel Bär von rechts klärte Markus Pazurek für den geschlagenen Tim Boss (50.). Nach 53 Minuten hatte die Fortuna die erste Ecke der Partie, die aber wirkungslos blieb. Vier Minuten danach kam Ali Ceylan für Okan Kurt ins Spiel. Der Rechtsverteidiger hatte sich bereits in der ersten Hälfte verletzt und eine gewisse Zeitlang auf die Zähne gebissen. Uwe Koschinat stellte gezwungenermaßen um. Ceylan agierte wie gewohnt links offensiv. Lars Bender ging raus auf die Rechtsverteidiger-Position. Und Nico Brandenburger ließ sich von der Sechs auf die Innenverteidiger-Position zurückfallen. Zwölf Minuten vor dem Ende kam dann Kai Burger für Michael Kessel in die Partie. Der Stürmer, der normalerweise in der U 23 der Fortuna in der Landesliga spielt, erlebte somit sein Drittliga-Debüt.

Als schon keiner mehr damit rechnete, kam die Fortuna noch zum Ausgleich. Nach einer Hereingabe von Maik Kegel ließ Sascha Traut Daniel Keita-Ruel am langen Pfosten sträflich allein. Und der Torjäger der Kölner erzielte mit seinem achten Saisontreffer das nicht mehr für möglich gehaltene 1:1 (89.). „Der Ball war perfekt gespielt. Ich habe auf die Chance gelauert. Ich bin stolz auf uns. Ich bin froh über den Punkt“, sagte der Torschütze.        

„Wir haben den Gegner immer wieder durch Ballverluste dazu eingeladen, den Ball lang ins Zentrum zu schlagen. Der Zeitpunkt, zu dem das 1:1 fällt, ist ärgerlich“, sagte Aalens Coach Peter Vollmann.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften