20.05.2019

1. FC Köln - Gelingt die Etablierung?

Dem 1. FC Köln ist es durch eine konstante Saison gelungen, den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga zu feiern. Doch noch immer stellt sich die Frage, ob der Klub dazu in der Lage sein wird, den Schwung mit in die neue Saison zu nehmen. Wir werfen einen Blick auf das wichtige Projekt der Etablierung.

Der Kader im Blickfeld

Einerseits lohnt es sich, den Kader des Klubs in den Blick zu nehmen. Die Verantwortlichen gaben sich große Mühe, um diesen für die Zukunft zu formen. Spieler wie Matthias Bader, Jorge Meré oder Janne Horn könnten in den nächsten Jahren Führungspositionen übernehmen. Sie stellten bisweilen schon jetzt unter Beweis, dass sie das Potenzial besitzen, um auch in der ersten Bundesliga erfolgreichen Fußball zu spielen.

Gleichsam mangelt es nicht an erfahrenen Stützen, die das Team zusammengehalten haben. Mit Jonas Hector, Dominick Drexler oder Marcel Risse sind diese in ausreichender Zahl zu finden. Mit dieser ausgeglichenen Mischung kann es in Köln gelingen, ein erfolgreiches erstes Jahr nach dem Aufstieg zu spielen.

Neue finanzielle Grundlagen

Gleichsam bemüht sich der Verein darum, sich finanziell neu aufzustellen. Dies zeigt sich bei einem Blick auf neue Sponsoren, die das Projekt tragfähiger machen sollen. Präsent ist zum Beispiel die Riege des Glücksspiels. Neben den klassischen Buchmachern verfügen inzwischen auch Lotterieanbieter im Internet über das finanzielle Potenzial, um als Werbende in Erscheinung zu treten. Insgesamt fand der 1. FC Köln dabei schon immer die richtige Mischung zwischen großen Marken und lokalen Unternehmen.

Natürlich wachsen auch die TV-Gelder stark an, sobald die ersten Spiele in der Bundesliga übertragen werden können. Ein Sprung in zweistelliger Millionenhöhe ist im Vergleich zum Jahr in der zweiten Liga zu erwarten. Dieses Geld kann wiederum in den Kader investiert werden, welcher das Projekt Klassenerhalt erfolgreich in die Tat umzusetzen hat, um dann den Blick wieder nach oben zu richten. Nach wie vor fester Bestandteil des Konzepts ist der Hauptsponsor REWE. Dieser soll in Köln für Zahlungen von mindestens sieben Millionen Euro pro Jahr verantwortlich sein.

Umbruch in der Führungsebene

Gleichsam ist zu erkennen, dass der Umbruch in der Chefetage langsam vollzogen wird. Seit rund zwei Jahren befindet sich der Verein in großer Unruhe. Für Aufsehen sorgte zum Beispiel die neue Besetzung des Postens des Sportdirektors. Trainer Markus Anfang war es zuletzt trotz der starken Ergebnisse nicht vergönnt, die Arbeit bis über das Ende der Saison hinaus fortzusetzen. An dieser Stelle wird es notwendig sein, für neue Konstanz zu sorgen, um wieder dem eigenen Leitbild treu sein zu können.

Noch sind wichtige Fragen zu klären, bevor auch in diesem Bereich alle Weichen für die Zeit nach dem Aufstieg gestellt sind. Es gibt genügend Beispiele aus dem Profifußball, wie sich die Unruhe der Verantwortlichen auf lange Zeit negativ auf die Ergebnisse auswirken kann. Umso wichtiger ist es an der Stelle, sich auf die sportlichen Ziele zu konzentrieren und auch in der Chefetage persönliche Differenzen in den Hintergrund zu rücken. So kann es gelingen, gemeinsam das große Ziel in die Tat umzusetzen und den 1. FC Köln wieder zur bekannten Marke des Fußballs zu machen.

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