Aschenputtel 2.0

Kreisliga D: Kurioses ereignete sich beim zweistelligen Sieg vom DJK Viktoria Buchheim III, Sensation in Raderthal.

23. April 2014, 09:06 Uhr

Am 23. Spieltag der Kreisliga D gab es Spektakuläres zu sehen. Der DJK Viktoria Buchheim III gewann gegen den FC Buchforst II zweistellig. Eine besondere Rolle spielte dabei der Trainer vom FC. Sportlich deutlich ausgeglichener Verlief der Wettkampf zwischen den Raderthal Kickers II und dem SC Holweide IV – was Aufgrund der Tabellenlage einer Sensation glich.

Staffel 8

In der Staffel 8 kam es zum Topspiel des Spieltages. Die Spvg Rheinkassel-Langel II empfing Ditib Chorweiler II. Beide Mannschaften trennten nur zwei Punkte in der Tabelle. Chorweiler war in der Rolle des Tabellenführers gefordert, erst in der letzten Woche hatten sie sich den Platz an der Sonne erkämpft. Rheinkassel-Langel hatte die Führungsposition am letzten Spieltag eingebüßt und war nun in der neuen Rolle des Verfolgers gefordert. Beiden Mannschaften schienen ihre neuen Rollen noch nicht auf den Leib geschnitten. In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein farbenfrohes Spiel. Tore wurden erst einmal nicht erzielt, dafür gab es einige Karten zu Sehen. Kurios: Alle vier Gelben Karten der ersten Hälfte gab es in den letzten fünf Minuten. Äußerst bitter für die Hausherren: Die Karten verteilten sich auf zwei Spieler von der Spvg. Folglich dessen flogen beide Spieler noch vor dem Halbzeitpfiff vom Platz und die Spvg stand vor der Mamut Aufgabe die zweite Hälfte mit neun Mann zu überstehen. Die Chance, aus dieser Lage noch Punkte zu machen, schien verschwindend gering zu sein. Im zweiten Abschnitt ging der Gast dann auch noch durch Stanislaus Winter in Führung (64.). Alles schien verloren für die Jungs von Trainer Martin Kimenkowski. Jedoch bekam das Spiel eine überraschende Wende. In der 77.Minute hatte es auch einen Spieler von Ditib erwischt, der mit Gelb-Rot vom Platz flog. Nun nur noch mit einem Mann in Unterzahl zu sein, schien Rheinkassel-Langel noch einmal Aufwind zu geben. Nur eine Minute nach dem Platzverweis für den Gegner fiel doch noch der Ausgleich. Mit dem 1:1 gingen die verbliebenden 19 Spieler dann auch vom Platz. Das Spiel hätte auch mit 22 Mann beendet werden können: Alle Gelb-Roten Karten wurden berechtigterweise wegen Meckerns verteilt.

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Staffel 9

Sensationelles ereignete sich in der Staffel 9. Die zweite Herren der Raderthal Kickers empfing die Vierte vom SC Holweide. Der SC stand auf einen Aufstiegsplatz, die Kickers ganz am Ende der Tabelle. Der SC hatte vor der Partie 39 Punkte auf dem Konto, die Kickers lediglich drei. Und wenn das noch nicht genug der Unterschiede war, stellten die Kickers mit 63 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga. Aber der Fußball richtet sich nicht nach Statistiken. Zur Halbzeit stand es 1:1. Alleine an diesem Achtungserfolg hatten die heimischen Fans schon ihre Freude, kam doch ihre Mannschaft sogar nach einem Rückstand zurück. Es war doch keiner so verwegen zu denken, dass es im zweiten Abschnitt so weiter gehen würde? Aber die Sensation nahm ihren Lauf. In der zweiten Halbzeit gerieten die Kickers erneut in Rückstand. Würden nun die Dämme brechen und alles seinen normalen Gang nehmen? Mitnichten! Die Kickers kamen noch einmal zurück und glichen tatsächlich aus. Die Torschützen Tom Berhane und Marc Ziehdorn wurden danach wie Helden gefeiert. Der Amateurfußball hatte seine nächste Aschenputtel-Geschichte geschrieben.

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Staffel 10

In der Staffel 10 kam es zu einem höchst unterhaltsamen Spiel. Der TuS Köln rrh. hatte die Tabellendritten vom TuS Höhenhaus II zu Gast. Die Zweite von Höhenhaus konnte die Punkte gut gebrauchen, da man momentan nur auf dem Relegationsplatz verweilt und der Aufstieg noch keinesfalls sicher ist. In den Aufstiegsrängen liefert man sich ein packendes Duell mit dem DJK Viktoria Buchheim II und der zweiten Mannschaft des SC Holweide. Beide Konkurrenten sind nur jeweils einen Punkt vor den Höhenhäusern. Die Hausherren vom TuS rrh. spielen diese Saison wohl um keine bedeutenden sportlichen Ziele mehr. Rechts vom Rhein entwickelte sich ein Spiel, was jeden Eishockeyfan fröhlich gestimmt hätte. Bei der Anzahl an Toren fühlte sich der ein oder andere Zuschauer vielleicht wie bei den Kölner Haien. Schon in den ersten Minuten kam die Partie auf Fahrt. Die Führung für Höhenhaus durch Burak Durmaz (6.) wurde nur eine Minute später von Kevin David Müller egalisiert. Schon in der 12. Minute gingen die Höhenhäuser durch Hakan Türkan wieder in Führung, Denis Schumacher hatte aber zehn Minuten später eine Antwort parat. Danach beruhigte sich die Partie etwas, bis David Cremer zur 3:2-Führung für Höhenhaus traf (43.). Mit dem 3:2 ging es dann in die Kabine. Sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte noch ein munteres Scheibenschießen auf beiden Seiten, so nahm der TuS Höhenhaus II das Zepter nun fest in die Hand. Ali Gündogmus (65.), Berkan Atas (72.) und Tolga Turgut (78.) schraubten den knappen Vorsprung auf ein 6:2 in die Höhe und entschieden das Spiel. In der 80. Minute konnte Kevin David Müller noch den Ehrentreffer zum 3:6 erzielen und machte damit seinen Doppelpack perfekt. Am Ende blieb es beim spektakulären 3:6. Der TuS rrh.-Trainer Ralf Schultes war von der ersten Hälfte seiner Mannschaft angetan: „Der Sieg für Höhenhaus war verdient. Wir hatten mit ein paar Personalproblemen zu kämpfen und haben trotzdem in der ersten Hälfte gut mitgehalten. Wenn man aber die zweite Hälfte sieht, gab es an dem Sieg von Höhenhaus nichts zu rütteln.“

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Staffel 11

Zu einem zweistelligen Ergebnis kam es in der Staffel 11. Als der DJK Viktoria Buchheim III den FC Buchforst II empfing, deutete von der Tabellenlage nicht viel auf eine eindeutige Angelegenheit hin. Die Buchforster standen in der Tabelle noch ein paar Punkte vor der Viktoria, was zunächst auf ein enges Spiel hingedeutet hätte. Die großen Personalsorgen der Gäste waren allerdings so eklatant, dass man nur mit elf Mann anreisen konnte. Als im Laufe der Partie auch noch Torwart Stefan Jäger ausfiel, kam es zu einem besonderen Kuriosum: Trainer Mario Goeblet, der schon im Sturm mit aushalf, musste sich ins Tor stellen. In Unterzahl und mit dem Trainer als letztem Mann gelang es den Buchforstern in keiner Weise widerstand zu leisten. Als ernüchterndes Resultat stand eine 0:10-Schlappe nach Abpfiff zu buche. Buchheim-Trainer Thomas Domschke hatte nach dem Spiel auch Einsehen mit dem Gegner: „Buchforst hat momentan so viele verletze Spieler, die können von Glück sagen, dass sie elf Mann zusammen bekommen haben. Als sie dann auch noch zu zehnt waren und der Trainer ins Tor gegangen ist konnten sie sich nicht mehr gegen uns wehren.“

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Autor: Janosch Lübke

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