17.09.2018

Ein Punkt nach teuflisch gutem Spiel

Fortuna spielt 3:3 auf dem Betzenberg: Hartmann verschießt Elfmeter, Uaferro trifft in der Nachspielzeit

Stürmer Moritz Hartmann (Mitte) traf zum 2:0 und verschoss einen Foulelfmeter. Foto: Fortuna

Die Fortuna zeigte am Montagabend auf dem Betzenberg ein teuflisch gutes Spiel. Nach einer 2:0-Führung nach einer halben Stunde durch Treffer von Moritz Hartmann und Robin Scheu reichte es vor 17.500 Zuschauern am Ende nach einer turbulenten Schlussphase zu einem 3:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern. In einer temporeichen Partie hatten beide Teams zahlreiche Möglichkeiten zum Sieg zu kommen. Moritz Hartmann vergab in der 63. Minute einen Foulelfmeter. In der Nachspielzeit sicherte Bone Uaferro mit seinem Treffer den verdienten Zähler. 

„Die Mannschaft hat eine große Moral bewiesen. Wir haben einen wichtigen Punkt mitgenommen. Es war ein unglaublich kurzweiliges Spiel mit einer tollen Dramaturgie. Der FCK hatte die größeren Spielanteile und das Chancenplus in der zweiten Hälfte. Der Punkt ist glücklich, aber nicht unverdient“, sagte Trainer Uwe Koschinat.  

Bei der Fortuna gab es gegen den FCK die erwartete Änderung in der Startelf. Hamdi Dahmani ersetzte Michael Eberwein. Die Hereinnahme des Kapitäns war der einzige Wechsel, den Trainer Uwe Koschinat nach zweiwöchiger Meisterschaftspause vornahm. Kaiserslautern begann mit Karacho. Hemlein schoss aus 14 Metern knapp am linken Eck vorbei (6.). Nur eine Minute später zielte Biada aus zwölf Metern ab, der Ball landete nur einen halben Meter neben dem kurzen Pfosten. Die Führung gelang aber der Fortuna. Maik Kegel spielte in zentraler Position Moritz Hartmann an, der legte die Kugel nach rechts außen auf Robin Scheu, der den Ball aus zwölf Metern in die kurze Ecke schoss zum 0:1 (9.). Es war der dritte Saisontreffer des rechten Mittelfeldspielers. Der FCK wirkte nun sichtlich angeschlagen. Die Zuschauer wurden unruhig. Die Kölner agierten weiter mutig. Nach 31 Minuten flankte Dahmani von rechts, Hartmann lief in Richtung kurzer Pfosten. Torhüter Sievers, der den Fünf-Meter-Raum verlassen hatte, kam zu spät. Hartmann umkurvte den Keeper und schob zum 0:2 ein. 

Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff kamen die Hausherren zum Anschlusstreffer. Ein Zuspiel von Biada kam in den Strafraum, wo Thiele sofort abzog und das 1:2 markierte. Das gab Kaiserslautern sichtbar Aufwind. Nach einer Ecke kann Rehnen den Kopfball von Kraus nicht festhalten, der Ex-Kölner Biada nutzt den Fehler des Fortuna-Torwartes zum 2:2-Ausgleich (44.). Die Fortuna spielt lange forsch nach vorne und steht defensiv im Hexenkessel Betzenberg sicher. In den letzten zehn Minuten ging die Ordnung verloren und der FCK kommt wieder ran.

Lautern kam mit Rückenwind aus der Kabine. Einen Fernschuss von Zuck ließ Rehnen erneut prallen, er hatte den Ball dann aber im Nachfassen (50.). Neun Minuten später eroberte Scheu die Kugel von Henlein, er schickte Hartmann auf die Reise. Der Kölner Stürmer lief allein auf Sievers zu und der Keeper der Lauterer wehrte aus kurzer Entfernung mit der rechten Hand die hundertprozentige Chance ab. Kurze Zeit später musste Rehnen einen Schuss von Henlein abwehren (61.). In der 62. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Gottwalt trat Yeboah im eigenen Strafraum im Laufduell zuvor von hinten auf den Fuß. Hartmann trat an, rutschte aus beim Schuss und schoss deutlich drüber.

Koschinat brachte dann Eberwein für den glücklosen Hartmann (71.). Zwei Minuten später rettete Rehnen nach einer Ecke von Zuck auf der Linie gegen einen Kopfball von Gottwalt aus fünf Metern. Zehn Minuten vor dem Ende wehrte Sievers den nächsten Versuch von Scheu auf die kurze Ecke ab. Auf der Gegenseite schoss Henlein lang am linken Pfosten vorbei (84.). Danach kam Thomas Bröker noch für Dahmani in die Partie. Die letzten Minuten wurde es dann turbulent. In der 88. Minute verwandelte Joker Bergmann einen Freistoß aus 20 Metern gekonnt in die lange Ecke. Die Fortuna schien geschlagen. Doch dann kam die Nachspielzeit. Kegel brachte einen Eckball herein, Sievers konnte den Ball nicht kontrollieren und Bone Uaferro traf aus acht Metern zum vielumjubelten Ausgleich. „Was hier abging, habe ich noch nie erlebt. Wir hatten den Gegner schon am Boden, der FCK ist stark zurückgekommen. Der Last-Minute-Treffer war verdient“, sagte Torschütze Uaferro. 

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