04.08.2018

Fortuna legt am Ende die Scheu ab

2:1-Erfolg in Halle nach einer schwachen ersten Halbzeit

Kwame Yeboah erzielte mit einem satten Linksschuss die 1:0-Führung für die Fortuna. Foto: Augstein

Halle bleibt ein gutes Pflaster für die Fortuna. Trotz einer schwachen ersten Halbzeit gewann die Fortuna am Samstag vor 6.227 Zuschauern mit 2:1 durch Tore von Kwame Yeboah (36.) und Robin Scheu (70.). Der Anschlusstreffer des HFC fiel erst in der Schlussminute. Noch nie verloren die Kölner seit ihrer Drittliga-Zugehörigkeit eine Partie im Erdgas Sportpark. Die Gäste rehabilitierten sich somit nicht nur für die 1:4-Niederlage zum Saisonstart gegen Münster sondern beendeten mit dem Erfolg Saison übergreifend auch eine sehr lange Durstrecke. Der letzte Meisterschaftssieg datierte vom 10. März, ein 2:0 in Lotte. 

„Der Sieg war unverdient und ist trotzdem schön. In der ersten Hälfte waren wir klar unterlegen und zu passiv. Da ist es uns schwergefallen, Chancen zu verhindern. Trotzdem haben wir eiskalt zum 0:1 zugeschlagen. Kwame hat die Fähigkeit aus allen Winkeln scharf abzuschließen. Beim 0:2 hat Robin den Ball stark erobert und sich selber belohnt. Okan spielt den Pass toll gegen die Laufrichtung der Abwehr. Mit drei Punkten sind wir vernünftig aus den ersten beiden Spielen gekommen. Das wird jetzt für uns am Dienstag zu Hause gegen Karlsruhe sicher nicht leichter werden", sagte Trainer Uwe Koschinat.  

Uwe Koschinat setzte im Erdgas Sportpark auf die im Vorfeld erwartete Formation. Es gab zwei Änderungen in der Startelf. Für Moritz Fritz verteidigte innen der genesene Boné Uaferro. Im offensiven Mittelfeld ersetzte Neuzugang Michael Eberwein den verletzten Kapitän Hamdi Dahmani. Schon nach zwei Minuten gab es für die Gäste die erste Schrecksekunde. Nach einer Ecke von Jopek und einer Unsicherheit von Fortuna-Keeper Nikolai Rehnen verpasste Heyer am langen Pfosten nur knapp das schnelle 1:0. Die Kölner blieben zunächst viel zu passiv. Es gab große Abstimmungsprobleme. Nach einer Ecke von Bahn nahm Fetsch den Ball unbedrängt halb-volley, aber der Schuss des Hallensers blieb an einem Kölner Abwehrbein hängen (8.). Nur eine Minute später flankte Ajani von rechts ohne Gegenwehr auf den Kopf von Sohm, der den Ball ins Tor köpfte, allerdings aus einer Abseitsposition. 

Der Sturmlauf der Hausherren ebbte danach ein wenig ab. Dennoch spielte die Fortuna fahrig und fehlerhaft. Halle machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten gegen eine in allen Belangen enttäuschende Gäste-Elf. Es dauerte bis zur 34. Minute bis die Mannschaft von Uwe Koschinat mal offensiv aktiv wurde. Robin Scheu trieb den Ball schnell nach vorne, Kwame Yeboah flankte und Dominik Ernst schoss freistehend aus zehn Metern klar über das gegnerische Tor. Nur zwei Minuten später die schmeichelhafte Führung für Fortuna. Moritz Hartmann passte mit dem rechten Außenrist nach links auf Yeboah, der mit einem schönen Linksschuss zum 0:1 in den Winkel traf. Dennoch gab der Vorsprung den Kölnern keine Sicherheit. Halle hatte weiter leichtes Spiel, nur die Chancenverwertung war ungenügend. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schoss Fetsch nach Vorarbeit von Manu und Bahn aus fünf Metern volley über das leere Tor.

In der zweiten Hälfte stand die Fortuna stabiler. Halle hatte weniger Raum zur Entfaltung und infolgedessen auch kaum noch Abschlüsse. Allerdings fehlten auch die Entlastungsangriffe. Mit Okan Kurt und Thomas Bröker brachte der Trainer nach gut einer Stunde zwei frische Kräfte für Kwame Yeboah und Dominik Ernst. Und das zahlte sich aus. Scheu trat an und spielte Doppelpass mit Kurt. Der Joker steckte den Ball wieder genial durch zu Scheu, der zum 0:2 traf (70.). Folgenlos blieb ein Patzer von Keeper Rehnen, der nach einer Ecke von Bahn einen harmlosen Kopfball von Washausen nicht festhalten konnte (81.). Nach einer Flanke von rechts von Lindenhahn köpfte Sohm aus kurzer Distanz dann aber doch noch den 1:2-Anschlusstreffer (90.). „Es war heute unfassbar heiß. Halle war von Beginn an sehr gut im Spiel und hatte Riesenchancen, da haben wir zu viel zugelassen. Am Ende haben wir es gut verteidigt. Somit sind wir der glückliche Sieger. Okan hat mich beim 2:0 überragend eingesetzt. Mein linker Fuß ist nicht der beste, aber auch mit dem treffe ich ab und zu“, sagte Torschütze Scheu.

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