Fortuna stellt die Weichen früh auf Sieg

Doppelschlag durch Oliveira Souza und Dahmani beim 2:1 gegen Zwickau

Stefan Kleefisch
18. November 2016, 20:48 Uhr

Frühstart unter Flutlicht: Schon nach einer Viertelstunde führte die Fortuna am Freitagabend  im Kölner Südstadion vor 1.265 Zuschauern durch einen Doppelschlag von Cauly Oliveira Souza und von Hamdi Dahmani mit 2:0. Diesen Vorsprung brachte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat letztlich gegen Zwickau auch über die Zeit, der Gegentreffer durch Nietfeld (56.) war zu wenig für den FSV. Nach vier sieglosen Heimspielen gewannen die Südstädter diese richtungweisende Partie und kletterten vorerst auf Tabellenplatz vier in Liga drei.

Uwe Koschinat hatte gegen die Westsachsen eine ungewohnte Aufstellung gewählt. Die Fortuna agierte im 4-4-2. In der Startelf war aber kein gelernter Stürmer. Michael Kessel und Hamdi Dahmani bildeten die Doppelspitze. Für Kessel war es nach elf Einwechslungen in der Saison der erste Einsatz von Beginn an. Hinter Rückkehrer Kristoffer Andersen hütete Andre Poggenborg zum dritten Mal in Folge den Kölner Kasten. 


Und die Fortuna hatte in Halbzeit eins eine hundertprozentige Chancenverwertung. Nach einem verhalteten Start von beiden Teams flankte Lars Bender von rechts und Cauly Oliveira Souza lupfte den Ball mit dem Kopf aus zehn Metern über den verdutzten Johannes Brinkies im Tor der Gäste hinweg zum 1:0 unter die Latte (10.). Es war das fünfte Saisontor des Brasilianers. Nur zwei Minuten später schlief die komplette Abwehr des FSV. Markus Pazurek handelte geistesgegenwärtig, er legte im gegnerischen Strafraum quer auf Hamdi Dahmani, der keine Mühe hatte aus fünf Metern das 2:0 zu markieren. Für den besten Schützen der Kölner war es schon der sechste Saisontreffer. Zwickau hatte bis zur 45. Minute keinen nennenswerten Torabschluss. Dann prüfte Mike Könnecke Poggenborg aus der Distanz, der den Ball aber sicher festhielt. Drei Minuten zuvor brachte Rene Lange den durchstartenden Michael Kessel elfmeterreif im Strafraum zu Fall, aber Unparteiische pfiff erstaunlicherweise nicht.

Zwickaus Coach Thorsten Ziegner versuchte es dann nach dem Wechsel gleich mit zwei Einwechslungen. Neben Morris Schröter kam mit Ronny König eine zweite Spitze neben Jonas Nietfeld. Und der FSV drängte in der Folge auf den Anschlusstreffer. Erneut Könnecke zog aus 20 Metern ab (52.), aber zu harmlos für Poggenborg. Die Hereinnahme Königs zahlte sich schnell aus. Der Stürmer legte mit dem Kopf ab auf Nietfeld und der schoss den Ball per Dropkick in die rechte Ecke zum 2:1 (56.). Uwe Koschinat brachte dann fürs defensive Mittelfeld Christopher Theisen für Kusi Kwame (57.). Markus Pazurek ging auf die rechte Verteidigerseite. Auf der Gegenseite zirkelte Kristoffer Andersen den Ball aus 20 Metern knapp am rechten Pfosten vorbei (62.). Große Aufregung dann drei Minuten später. Einen Schuss von Marcel Bär blockte Markus Pazurek anscheinend mit dem Gesicht fast auf der eigenen Torlinie. Die Gäste forderten indes Handelfmeter und Rot.

Elf Minuten vor dem Abpfiff die große Chance zum 2:2 für den Aufsteiger. Könnecke spielte den Ball klug links in die Tiefe des gegnerischen Strafraums auf Bär, aber der herauseilende Poggenborg stellte sich mit breiter Brust dessen Schuss auf fünf Metern in den Weg (79.). Zwei Minuten später faustete Poggenborg den nächsten Versuch von Bär aus zwölf Metern sicher aus der Gefahrenzone. 

Stimmen zum Spiel: Torsten Ziegner (Trainer Zwickau)

Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen. Da haben wir dem Gegner viel zu viel Raum gegeben, um Fußball zu spielen. Nach dem 0:2 sind wir erst aufgewacht. In der zweiten Hälfte sind wir dann sehr gut ins Spiel gekommen. Da hatten wir mehrfach die Möglichkeit, das Spiel auf 2:2 zu stellen. Leider haben wir das nicht geschafft. Schlussendlich fahren wir jetzt enttäuscht nach Hause. 

Uwe Koschinat (Trainer Fortuna)

Ich bin sehr erleichtert, dass wir diesen Dreier geholt haben. Dass wir aus zwei halben Chancen tatsächlich auch zwei Tore machen, hat uns natürlich extrem in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es den Zwickauern erlaubt, aus jeder Position lange Bälle in die Spitze zu spielen. Wir haben zugeschaut, wie uns ein langer Ball nach dem anderen um die Ohren fliegt. In unserer Situation wirst du nach dem Anschlusstreffer nervös. Da sind wir von einer Verlegenheit in die nächste gekommen. Am Ende haben wir einen hervorragenden Torwart benötigt, um das Spiel heute tatsächlich über die Runden zu bringen. 23 Punkte nach 15 Spielen sind eine hervorragende Ausgangsposition.

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