„Gäbe keinen, der diese Mannschaft schlagen könnte“

Marco Gutheil über seine Zeit als Trainer der SG Worringen III.

25. März 2018, 12:44 Uhr

Nach zweieinhalb Jahren als Verantwortlicher der DRITTEN legte Gutheil in der Winterpause sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Trotzdem bleibt der 36-Jährige der Mannschaft eng verbunden, verfolgt die Partien wenn möglich LIVE vor Ort und würde notfalls auch wieder als Spieler einspringen. RHEINFUSSBALL sprach mit ihm vor dem heutigem Heimspiel gegen AKM Köln.

Marco, wie fällt dein Fazit zum bisherigen Saisonverlauf aus, als du noch selbst an der Seitenlinie standst?

Die Hinrunde war leider von zu vielen Ausfällen geprägt. So konnte man jeden Sonntag froh sein, wenn elf Mann auf dem Platz standen und war fast immer darauf angewiesen war, dass Hilfe von außerhalb kam. Mit der normalen Personaldecke hätte man mit Sicherheit das ein oder andere Spiel mehr gewinnen können. Man muss dazu aber auch sagen, das sich einige Mannschaften, wie z.B. Suryoye, enorm verstärkt haben.

Warum hast du dich dafür entschieden, dein Amt niederzulegen?

Der Grund für meinen Rücktritt war hauptsächlich, dass ich mehr Zeit für meine Familie haben wollte. Denn die kam durch den Fußball leider zu kurz. Es ist etwas anderes, sich Sonntags ein Spiel anzusehen als sich als Trainer um alles zu kümmern und vorzubereiten. Das nimmt vor allem Sonntags sehr viel Zeit in Anspruch. Ein weiterer Grund waren aber auch verschiedene Auffassungen von einem Mannschaftssport als ein kleiner Teil des Teams. Es ist aber keineswegs so, dass ich mit irgendwem aus der Mannschaft im Streit auseinander gegangen bin. Und wer weiß - sag niemals nie - vielleicht kehre ich ja irgendwann zurück, wenn dies gewünscht ist.

Wie blickst du auf deine Zeit als Trainer zurück?


Rückblickend war meine Zeit als Trainer der Dritten sehr schön. Ich habe sowohl fußballerisch als auch menschlich viel gelernt. Dinge, die ich nicht missen möchte. Es sind dadurch viele Freundschaften entstanden und soweit es meine Zeit zulässt, werde ich die Spiele der Jungs natürlich weiter als Zuschauer verfolgen. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch bei Björn Marx (Mitbegründer und Spieler der Dritten) und Michael Gensow (stellvertretender Abteilungsleiter Fußball), die mir in der ganzen Zeit immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

Welche Rolle kann „Die Dritte“ in der Rückrunde spielen?

Für die Rückrunde ist das Ziel, möglichst wenige Verletzungen und Spaß am Spiel haben. Dann kann man mit Sicherheit noch ein paar Plätze gut machen und einige Mannschaften an der Tabellenspitze ärgern. Was man aber wissen sollte: Der Kader der Dritten wurde bis jetzt nicht ein einziges Mal ausgeschöpft . Würde man nur ein einziges Mal alle Mann an Bord bringen, gäbe es keinen in der Liga, der diese.Mannschaft schlagen könnte.

Du hast dem ersten Auftritt nach der Winterpause beigewohnt. Welchen Eindruck hast du dabei gewonnen?

Ja was soll man dazu sagen?! Wiesdorf kam mit neun Spielern an und „Die Dritte“ war so nett auch nur mit neun Mann zu spielen. Ab der 30 Minute waren dann alle vollzählig und die Mannschaft hat sich von diesem Zeitpunkt an leider nicht mehr mit Ruhm bekleckert. Das lag aber wohl auch daran, dass man nach knapp 20 Minuten bereits haushoch geführt und das Ganze nicht mehr so ernst genommen hat. Insgesamt kann "Die Dritte" mit dem ersten Auftritt in der Rückrunde aber zufrieden sein, denn die Mannschaft hat in der Vorbereitung nicht ein einziges Mal  trainiert.

Und was kannst du abschließend über deine beiden Nachfolger sagen?

Der bisherige Kapitän Faruk Ersöz und sein Vertreter Dennis Schäfer fungieren ja als Spielertrainer. Und da ich ja noch immer Teil der Mannschaft bin, kann ich sagen, dass sie ihre Sache echt gut machen und sich sehr herzlich zeigen. Und obwohl oft viele gute Spieler fehlen, haben alle Jungs eine Menge Spaß zusammen.

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