27.10.2018

Hansa-Kogge versenkt Fortuna

Kölner gehen im Ostseestadion baden – Rostock gewinnt mit Köpfchen 3:1

Interimstrainer Andre Filipovic und Andre Poggenborg sahen eine Niederlage in Rostock. Foto: Fortuna

Erneut wurde die Fortuna am Samstag im Ostseestadion nass gemacht. Nur einen Punkt holten die Kölner in den letzten vier Begegnungen in Rostock. Dreimal kassierten sie dabei mindestens vier Gegentore. Von einem Punktgewinn war die Mannschaft von Trainer Andre Filipovic vor 12.500 Zuschauern meilenweit entfernt. Von der ersten Sekunde an war klar, die Hansa-Kogge würde die Gäste heute richtig versenken. Bereits zur Pause führten die Hausherren gegen grottenschlechte Südstädter mit 3:0 durch Hüsing (11.), Bülow (25.) und Biankadi (36.). Maik Kegel glückte per Freistoßtreffer zum 3:1 (69.) nur noch eine Ergebniskosmetik.

Die Fortuna begann mit der erwarteten Aufstellung. Es gab nur eine Änderung. Für Okan Kurt rückte der zuletzt gelb-gesperrte Maik Kegel wieder ins Mittelfeld. Hansa drängte von der ersten Sekunde an auf die Führung. Die Fortuna befand sich komplett im Tiefschlaf. Bereits nach 33 Sekunden prüfte Rieble Keeper Nikolai Rehnen. Hansa war auch ohne den verletzten Torjäger Soukou sofort brandgefährlich. Nach elf Minuten trat Hilßner einen Freistoß von links an den kurzen Pfosten, wo Hüsing den Ball mit dem Kopf zum 1:0 ins Netz bugsierte. 

Die Mannschaft von Interimscoach Andre Filipovic fand weiter nicht ins Spiel. Unbedrängt legte Bernard Kyere im eigenen Strafraum Breier den Ball auf den Fuß. Der Rostocker zielte aus zwölf Metern aber klar drüber. Nach 25 Minuten konnte Hilßner dieses Mal über rechts mit aller Zeit der Welt flanken und Bülow köpfte aus zehn Metern das 2:0. Den ersten Torschuss gaben die Kölner nach 33 Minuten ab. Allerdings jagte Kegel einen Freistoß aus 20 Metern deutlich über das Hansa-Gehäuse. Neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff sprachen die Südstädter die nächste Einladung zum Tore schießen aus. Dominik Ernst verunglückte eine Kopfball-Rückgabe zu Rehnen. Biankadi nutzte dies und erhöhte mit einem Rechtsschuss in die lange Ecke auf 3:0. Nach einer desolaten Vorstellung gingen die zweikampfschwachen Kölner zurecht mit dem hohen Rückstand in die Kabine. „Wir haben richtig schlecht gespielt. Diese Leistung kann ich mir überhaupt nicht erklären“, räumte Nico Brandenburger zur Pause ein.

Es wurde aber auch im zweiten Abschnitt nur unwesentlich besser. Von Aufbäumen war bei den Gästen zunächst keine Spur. Die Kölner waren nach wie vor zu weit weg vom Gegner. Rostocks Keeper Gelios blieb beschäftigungslos die ersten 20 Minuten. Hansa schaltete sichtbar einen Gang zurück. Nach 69 Minuten ahndete der Schiedsrichter ein Handspiel von Hüsing. Kegel schoss den anschließenden Freistoß aus 20 Metern in zentraler Position humorlos in den Winkel zum 3:1. Filipovic setzte in der Schlussphase mit Kwame Yeboah, Okan Kurt und Maurice Exslager für Dahmani, Kyere und Schiek auf totale Offensive. Chancen erspielten sich die harmlosen Kölner dennoch nicht mehr. „Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war katastrophal. Da war das Spiel schon so gut wie verloren. Da kannst du nicht mehr viel reparieren. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt, aber die ersten 45 Minuten konnten wir nicht mehr kompensieren“, sagte Kegel.

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