Hartmann vergibt den Siegtreffer

Fortuna trennt sich zu Hause 0:0 von den Würzburger Kickers

Stefan Kleefisch
24. November 2018, 15:47 Uhr

Dominik Ernst blieb als einziger Fortune aus der Viererkette in der Startelf. Foto: Augstein

Die Fortuna wartet unter Tomasz Kaczmarek weiter auf den ersten Treffer und den ersten Sieg. Zumindest kassierten die Kölner unter ihrem neuen Trainer am Samstag zu Hause gegen die Würzburger Kickers nach 13 Gegentoren in den letzten beiden Partien kein Tor. Leistungsgerecht trennten sich die beiden abstiegsbedrohten Teams am Ende nach zwei unterschiedlich verlaufenen Hälften im Südstadion torlos. Durch den einen Zähler konnten die Südstädter zumindest die Abstiegsplätze wieder verlassen.

„Das war eine geschlossen gute Mannschaftsleistung. 180 Minuten ohne Gegentor inklusive Testspiel ist schon mal sehr gut. In der ersten Hälfte hatten wir das Momentum auf unserer Seite, wenn wir da in Führung gehen, haben wir gute Chancen auf den Sieg“, sagte Trainer Tomasz Kaczmarek.

Kaczmarek reagierte auf die Pleiten gegen Wehen und in Unterhaching und änderte seine Startelf auf gleich sechs Positionen. Teils gezwungenermaßen, denn mit Robin Scheu (gesperrt) und Maik Kegel (verletzt) mussten zwei Stammspieler ersetzt werden. Teils freiwillig. Für Scheu lief Thomas Bröker rechts auf. Kegel ersetzte Okan Kurt. Nico Brandenburger kehrte nach Gelbsperre ebenfalls ins defensive Mittelfeld zurück. In der Innenverteidigung agierte Moritz Fritz neben Bone Uaferro und links verteidigte Alem Koljic. Vorne stürmte der wiedergenesene Moritz Hartmann. Bernard Kyere, Kristoffer Andersen, Sebastian Schiek und Daniel Ruprecht rotierten raus. 

Die Fortuna begann mutig. Hamdi Dahmani hatte direkt zwei Schüsse Richtung gegnerisches Tor. Mit einem Rechtsschuss aus 14 Metern zielte der Kapitän knapp am langen Pfosten vorbei (5.). Nur eine Zeigerumdrehung später zog er aus zehn Metern ab, mit dem Schuss hatte Würzburgs Keeper Bätge indes keine Mühe. Das notwendige Engagement war bei den Kölnern von der ersten Minute an zu spüren. Laufbereitschaft und Zweikampfhärte stimmten. Im Laufe der Spielzeit ebbte der Sturm und Drang der Fortuna ein wenig ab. Würzburg stand tief lauerte auf Konter. Dennoch kamen die Hausherren zu weiteren Chancen. Thomas Bröker scheiterte aus spitzem Winkel an Bätge (24.). Und Dahmani schoss eine Ablage von Michael Eberwein von Höhe des Elfmeterpunktes aus knapp über die Latte (28.). Fünf Minuten vor der Pause dann eine schöne Kombination zwischen Dominik Ernst und Thomas Bröker. Rechtsverteidiger Ernst drang in den Würzburger Strafraum ein und versuchte letztlich nach innen zu spielen auf den einschussbereiten Eberwein. Aber Bätge fing den Ball ab. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte in der 45. Minute Moritz Hartmann. Der Stürmer fing einen Ball von Hansen ab und lief alleine aufs gegnerische Tor zu. Hartmann versuchte aus kurzer Distanz Bätge zu überlupfen, der Keeper konnte den Ball aber sicher abfangen. Die Fortuna durfte sich nach der ersten Halbzeit als klarer Punktsieger fühlen.

Die Kickers kamen einen Tick forscher aus der Kabine. Ademi zielte aus zehn Metern mit einem Aufsetzer nur leicht am kurzen Pfosten vorbei (51.). Würzburg blieb weiter am Drücker. Nach einer Flanke von rechts von Kaufmann schoss Wagner aus zwölf Metern freistehend aber klar drüber (60.). Kaczmarek reagierte und brachte für Eberwein Schiek (62.). Dahmani orientierte sich dafür mehr in die Zentrale. Bei der Fortuna machte sich leichte Verunsicherung breit. Die letzten Spiele hatten offensichtlich Spuren hinterlassen und das Nervenkostüm angekratzt. 16 Minuten vor dem Ende gab dann Benjamin Pintol sein Debüt für Fortuna. Der aus Halle geholte Angreifer ersetzte nach langer Verletzungspause Hartmann. In der Nachspielzeit musste Nikolai Rehnen nach einem Schuss aus 16 Metern gegen den eingewechselten Mast noch einmal sein Können beweisen.  

„Das war ein Punktgewinn nach den beiden bitteren Niederlagen. Wir müssen positiv an die Sache rangehen. Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt. Auch in der zweiten Halbzeit war es immer noch viel besser als zuletzt“, sagte Hamdi Dahmani.

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