03.03.2018

Klassenerhalt als Randnotiz

Die Fortuna will ihre Position im Kampf um Platz drei in Halle weiter verbessern

Manuel Farrona Pulido (r.) gab seinem Trainer gegen Werder II die passende Antwort. Foto: Augstein

Der Trainer ist vor dem Gastspiel der Fortuna am Sonntag (14 Uhr) in Halle als Meteorologe gefragt. „Komischerweise ist in Halle im Gegensatz zu Köln kein Schnee gefallen. Das einzige Problem könnte eine Vereisung des Platzes sein. Aber das Wetter soll ja morgen eher besser als schlechter werden“, sagt Uwe Koschinat, der fest davon ausgeht, dass die Partie im Erdgas Sportpark stattfinden kann. 

Nachdem die Kölner durch die beiden jüngsten Heimsiege gegen Wehen Wiesbaden und Werder Bremen II den Klassenerhalt mit 44 Punkten schon nach dem 26. Spieltag unter Dach und Fach gebracht haben, geht es nun darum, möglichst lange im Rennen um Platz drei in Liga drei zu bleiben. In den letzten fünf Jahren ist nur der SC Paderborn 2017 mit 44 Punkten abgestiegen. „Das ist eine tolle Leistung der Mannschaft. In dieser Saison wird man mit dieser Punktzahl sicher nicht absteigen. Unterstrichen wird das Ganze dadurch, dass wir noch ein ernsthafter Anwärter auf Platz drei sind. Somit ist der Klassenerhalt nur eine erwähnenswerte Randnotiz für mich“, sagt Koschinat, der das jeweilige Unentschieden der direkten Konkurrenten, Karlsruhe und Rostock, am Freitag nicht überbewerten will. „Es verbietet sich, permanent nach links zu schauen. Wir haben immer noch Rückstand. Fakt ist aber, dass es den Mannschaften oben mittlerweile schwerer fällt, einen hohen Punkteschnitt zu halten.“

Zumindest kann die Fortuna mit einem Erfolg in Halle weiter aufschließen. „Das wird eine tolle Herausforderung. Ich erwarte ein sehr körperbetontes Spiel. Halles Tabellenstand ist schlechter als es die Zusammenstellung des Kaders vermuten lässt“, so Koschinat, der in der Situation des Gegners auch eine Chance für sein Team sieht. „Halle hat zwar noch sieben Punkte Abstand. Faktisch sind sie aber Viertletzter und damit das erste Team über dem Strich. Wenn sie gegen uns verlieren, dann haben sie am Mittwoch zu Hause gegen Werder II richtig Druck auf dem Kessel. Deshalb werden wir mutig auftreten.“

Personell sieht der Trainer keine Notwendigkeit für Umstellungen. „Ich habe eine kompakte Mannschaftsleistung gegen Bremen gesehen.“ Die personelle Lage entspannt sich weiter. Amir Falahen ist wieder einsatzbereit. Moritz Fritz steigt nach seinem Mittelfußbruch am Montag wieder in das Mannschaftstraining ein. Bedauert hat Koschinat, dass das Pokalspiel in Freialdenhoven unter der Woche ausgefallen ist. Gerne hätte der Fußballlehrer angesichts der bevorstehenden englischen Woche Spielern wie Thomas Bröker oder Okan Kurt mehr Spielpraxis gegeben. Ein tolles Tor erzielte Manuel Farrona Pulido gegen Werder nach einem unwiderstehlichen Sololauf. Den Ex-Magdeburger hatte der Trainer zuvor ordentlich gerügt. Die Reaktion fiel wie erhofft aus. „Auf der einen Seite hatte ich ihn angezählt, auf der anderen Seite war seine Nominierung aber auch ein Vertrauensvorschuss meinerseits. Seine Reaktion war so, wie man sich das als Trainer wünscht. Es gibt aber für ihn nun keinen Grund sich im Liegestuhl zurückzulehnen.“

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