„So stelle ich mir Kampf um den Klassenerhalt nicht vor“

Erneut ist die Fortuna auswärts nach einer halben Stunde schon geschlagen

Stefan Kleefisch
23. April 2017, 21:13 Uhr

Fassungslosigkeit bei Pazurek, Mimbala und Dahmani (v.l.) nach der Niederlage. Foto: Fortuna

Auswärts gibt es für die Fortuna in den letzten Wochen nur Frustmomente. Vor 5.025 Zuschauern kassierte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Sonntag beim FSV Zwickau erneut zwei frühe Gegentore und konnte diesen Rückstand bis zum Schlusspfiff nicht mehr ausgleichen. Hamdi Dahmani konnte nur noch verkürzen. Am kommenden Freitag haben die Südstädter nun im Südstadion ein eminent wichtiges Spiel um den Klassenerhalt gegen den SC Paderborn vor der Brust.

Torjäger Ronny König stellte die Weichen für die Hausherren schnell auf Sieg. Nach 14 Minuten setzte sich der Torjäger nach einem langen Ball gegen Cedric Mimbala durch. Andre Poggenborg hatte keine Abwehrmöglichkeit. Fünf Minuten später machte der 33-Jährige fast schon den Deckel drauf. Eine Flanke von Göbel köpfte König ins lange Eck zum 2:0. Koschinat reagierte, stellte auf Dreierkette um. Die Fortuna bekam nun mehr Zugriff aufs Spiel und hatte in Halbzeit zwei auch ein paar gute Abschlüsse durch Mimbala (54.) und Dahmani (73.). Drei Minuten später gelang dem Torjäger der Fortuna das 1:2. Einen hohen Ball von Markus Pazurek nahm Dahmani mit der Brust mit und vollstreckte flach zum letztlich wertlosen Anschlusstreffer. Mimbala zielte nochmal knapp drüber (82.). Poggenborg hielt stark gegen Göbel (87.).

Stimmen zum Spiel: Uwe Koschinat (Trainer Fortuna)

„Heute war es zum wiederholten Male so, dass wir das Spiel eigentlich schon zur Mitte der ersten Hälfte verloren hatten. Und man musste sich große Sorgen machen, das wir nicht deutlicher unter die Räder kommen. Ich kann mich noch sehr gut an die Spielanalyse im Vorfeld erinnern, und all die Faktoren, die ich da angesprochen habe in Bezug auf die Zwickauer Stärken. Die sind über uns hereingebrochen. Ich habe dann auf eine Dreierkette umgestellt, dadurch standen wir wenigstens etwas geordneter im Zentrum. In Halbzeit zwei hatte ich mit dem Anschlusstreffer die Hoffnung, dass das Spiel nochmal kippen könnte, aber am Ende war Zwickau dem 3:1 deutlich näher. So stelle ich mir Kampf um den Klassenerhalt nicht vor. In den letzten beiden Spielen haben wir da zu wenig auf den Platz gebracht. Und wenn wir diese Einstellung nicht verändern, dann werden wir nochmal extrem in die Bredouille kommen, das gefällt mir überhaupt nicht.“

Daniel Flottmann (Fortuna)

„Unsere mutige Spielweise in der zweiten Hälfte wäre fast noch belohnt worden. Wenn wir da weitermachen, sind wir auf dem richtigen Weg. In der ersten Halbzeit haben in den Zweikämpfen und in puncto Willen ein paar Prozent gefehlt. Das war uns Zwickau voraus. In den zweiten 45 Minuten hatten wir mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten. Ronny König hat das gut gemacht, das war der Unterschied. Flutlicht mögen wir. Dass das Spiel gegen Paderborn eine große Bedeutung für uns hat, das haben wir uns mehr oder weniger nun selber eingebrockt.“

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