20.04.2018

SVB: Vorstand kündigt Rückzug an!

Klaus Schlickwei und Thomas Hoffmann werden ihre Tätigkeit in der Fußballabteilung Herren von Bergfried Leverkusen zum Saisonende niederlegen.

Diese Entscheidung hatten die Beiden den Vereinsmitgliedern bereits auf vergangenen Neujahrsfeier mitgeteilt. Der Verein schickt sich derweil an, drei Jahre nach dem Abstieg den Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen und ist derzeit noch vor dem Herbstmeister SC West Spitzenreiter der Kreisliga A Köln, hat dabei sogar noch ein Spiel in der Hinterhand.

In einem exklusiven Interview auf der Homepage des SV Bergfried erzählt Thomas Hoffmann von seiner Zeit im Verein, von Höhen und Tiefen, von der Entscheidung aufzuhören und von Zukunftsplänen. In seiner Bescheidenheit scheint er dabei jedoch nicht zu erkennen, wie groß seine und Klaus Schlickweis Prägung für den Leverkusener Verein waren.

Lieber Thomas, fällt nach acht Jahren Vorstandstätigkeit und etlichen Jahren Vereinszugehörigkeit eine Last von den Schultern, bei dem Gedanken, zukünftig nicht mehr in der Verantwortung stehen zu müssen?

Jeder der mal ein solches Ehrenamt ausgeübt hat, weiß natürlich, dass kein Tag vergeht, an dem nicht irgendetwas organisiert werden muss. Das ist selbstverständlich zeitraubend und nicht selten anstrengend. Wenn es dann sportlich mal nicht so gut läuft, darf man sich auch noch von allen Seiten anhören, was man alles falsch macht. Umso schöner ist es dafür aber, wenn es, wie aktuell, sportlich läuft. Ich möchte also nicht von einer Last sprechen. Zugegebenermaßen freue ich mich aber schon ein wenig, die bald freien Sonntage in Zukunft mit meiner Familie verbringen zu können.

Eure Entscheidung kam gerade wegen der positiven Entwicklung im Seniorenbereich für viele im Verein überraschend. Weshalb habt Ihr Euch also dazu entschlossen?

Tatsächlich waren die Gedanken in der letzten Saison schon da. Ich halte es für extrem wichtig, dass ein sportlicher Leiter auch die Spiele der Mannschaften verfolgt, um den Kontakt zu Spielern und Trainern nicht zu verlieren. Uns ist es zunehmend schwer gefallen, neben der Arbeit noch die Zeit dafür aufzubringen. Vielleicht ist es dann einfach die beste Entscheidung, kürzer zu treten und die Verantwortung an jemanden abzugeben. Leicht gefallen ist uns dieser Schritt aber sicher nicht. Die ein oder andere Träne ist da schon geflossen, das muss ich zugeben.

Welche Momente haben Eure Zeit im Vorstand geprägt?

Ich behaupte, dass es in der Vergangenheit an sportlichen Höhen und Tiefen nicht gemangelt hat. Da waren der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga und der Abstieg in die Kreisliga A, der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisliga B und der Wiederabstieg in die Kreisliga C sowie die Auflösung der dritten Mannschaft. All diese Momente werden sicher in besonderer Erinnerung bleiben. Wenn ich aber wählen müsste, dann war und ist bis heute für mich das wertvollste immer der Kontakt zu den Menschen im Verein. Ich hatte die Möglichkeit, viele Trainer und Spieler kennenlernen zu dürfen. Wenn diese zu uns gekommen sind und gesagt haben, wie wohl sie sich im Verein fühlen, wie gut wir, auch im Vergleich zu anderen Vereinen, organisiert seien, dann gab es für uns keine bessere Bestätigung. An diesen Tagen wussten wir genau, weshalb wir dieses Ehrenamt so gerne ausüben.

Was würdest Du Euren Nachfolgern für die Zukunft an die Hand geben?

Ich glaube, dass der SV Bergfried ein Verein ist, bei dem man sich immer auf viele Menschen verlassen kann. Sei es für das Gerümpelturnier oder die Weihnachtsfeier, immer waren helfende Hände da. Dasselbe gilt für unsere befreundeten Sponsoren, die uns über die Jahre hinweg unterstützt haben. Dafür können wir uns nur von ganzem Herzen bei allen bedanken. Wir haben dank der vielen ehrenamtlich Engagierten, die sich täglich für den Verein, für die Mannschaften aufopfern, außerdem eine hervorragende Jugendarbeit. Was ich also sagen möchte ist, dass unsere Nachfolger auf funktionierende Strukturen vertrauen können. Das ist der Verdienst aller Leute im und um den Verein. Sie sind es, die den SV Bergfried Leverkusen zu dem machen, was er ist: Eine Familie.

Was wünschst Du dem SV Bergfried für die Zukunft?

Ich würde mir wünschen, dass die erste Mannschaft den Sprung in die Bezirksliga schafft und sich dort etabliert. Das gleiche gilt für unsere zweite Mannschaft und die Kreisliga B. Ich hoffe auch, dass unsere Jugendarbeit weiter mit so viel Begeisterung betrieben wird. Und auch unseren Damen wünsche ich natürlich weiterhin sportlichen Erfolg. Der SV Bergfried wird immer in unserem Herzen bleiben. Und ich kann versichern, dass wir immer auch mit einem Augen auf das weitere Geschehen blicken werden. Wir sind nicht aus der Welt!


Interview-Quelle: SV Bergfried Leverkusen

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