27.07.2018

Torhüter Bruhns hat das Pfeiffersche Drüsenfieber

Trainer Koschinat mit Personalsorgen vor dem Auftakt gegen Münster

Fortuna-Torhüter Jannik Bruhns fällt auf unbestimmte Zeit erkrankt aus. Foto: Fortuna

Am gestrigen Tag bekam Uwe Koschinat die Hiobsbotschaft. Jannik Bruhns fällt bis auf weiteres aus. Beim Torhüter der Fortuna wurde die Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber gestellt. Kurz vor dem Saisonstart am Samstag (15 Uhr) zu Hause gegen Münster ziehen somit ein paar dunkle Wolken auf rund ums Südstadion. Zudem muss der Trainer neben Benjamin Pintol, Jannik Eichhorn und Maurice Exslager gegen die Preußen auf zwei weitere Stammkräfte verzichten, deren Namen er nicht nennen wollte.

Ob die Fortuna nach der Erkrankung von Bruhns nun noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, will Koschinat in den nächsten Tagen in Ruhe entscheiden. Mit Andre Poggenborg ist zwar ein erstklassiger Ersatz vorhanden, aber „das hat ja auch Einfluss auf den Trainingsbetrieb. Pogge kann nicht die Rolle des Beobachters ausfüllen als zweiter Torhüter“, so Koschinat. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die bis dato „ideale Konstellation“ gewesen, dass die Fortuna zwei Torhüter habe, die die U 23-Regel erfüllen. Insofern habe das Fehlen von Bruhns nun auch Woche für Woche Auswirkungen auf die Nominierung des 18er-Kaders. 

Da sich Koschinat bedeckt hält, bei der Frage der weiteren Verletzten, kommt das Erstellen einer möglichen Aufstellung einem Würfelspiel gleich. Fakt ist, der Trainer hat im Gegensatz zur Vorsaison reichlich Alternativen. Lob verteilt Koschinat an die „gedacht zweite Reihe“. „Alem Koljic hat sich zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt. Er muss nur defensiv noch stabiler werden. Okan Kurt hat sich unglaublich gut entwickelt. Er hat wieder ein paar Schritte nach vorne gemacht. Ali Ceylan ist torgefährlicher geworden und hat ein paar Highlights gesetzt. Kristoffer Andersen hat das ganze Programm ohne Rückschläge durchgezogen und Michael Eberwein wird meine Erwartungen auf jeden Fall erfüllen.“

Erneut zum Kapitän ernannt hat Koschinat Hamdi Dahmani. Der 30-Jährige war in den letzten vier Jahren eine Bank bei den Kölnern. In 142-Drittligaspielen schoss er 34 Tore und bereitete 20 Treffer vor. Dennoch steht er ab und an in der Kritik insbesondere bei den Fans. Koschinat hat sich darüber Gedanken gemacht, er kann die Anwürfe verstehen, teilt sie aber keineswegs. „Hamdi ist ein absoluter Topspieler in Liga drei. Man muss sich nur mal seine Scoring-Tabelle ansehen. Manche vergöttern ihn, weil er sich reinhaut und mit der Sache sehr identifiziert. Für viele ist er aber der natural born Fünftligaspieler, weil er schon in der NRW-Liga hier war. Da muss er immer gegen ankämpfen. Sie trauen ihm nicht zu, dass er nun der Anführer der ganzen Geschichte ist. Maik Kegel stand in der Rückrunde auch in der Kritik, aber da sagen die Leute er ist dennoch ein überragender Drittliga-Spieler, auf Basis der ihm zugedachten Fähigkeiten.“

Ausbaufähig ist die Bilanz der Fortuna in der 3. Liga gegen Münster. In acht Begegnungen gab es fünf Niederlagen, zwei Remis und nur einen Sieg zu Hause am 1. März 2016 mit 2:1 durch Tore von Julius Biada und Cauly Oliveira Souza. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Die Konstellation ist total identisch“, sagt Koschinat. „Wenn man die beiden Teams vergleicht ist sehr, sehr viel, sehr, sehr gleich.“

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