15.09.2017

„Unsere Palette ist viel größer geworden“

Die Fortuna empfängt Halle – Bender ersetzt Ernst, Neuzugang Falahen im Kader

Daniel Keita-Ruel will mit der Fortuna auch den kommenden Gegner Halle aufhalten. Foto: Fortuna

Vor der englischen Woche in der 3. Liga befindet sich die Fortuna in einer sehr guten Ausgangsposition. Zwei Heimspiele, am Samstag (14 Uhr) gegen Halle und die Woche darauf gegen die SF Lotte stehen auf dem Programm. Zwischendurch geht es am Mittwoch nach Chemnitz. Die Möglichkeit, Platz drei zu stabilisieren, ist also durchaus gegeben. Zumal die Kölner auf den direkten Verfolger Aalen derzeit schon fünf Punkte Vorsprung haben.

„Wir werden derzeit mit einer veränderten Erwartungshaltung konfrontiert. Für die Mannschaft sehe ich darin aber auch eine große Gefahr. Das darf sie nicht zu sehr an sich heranlassen. Ich sehe uns noch nicht so weit, wie es vielleicht das Tabellenbild aussagt. Wir dürfen beim Stand von 0:0 nach einer Stunde nicht ungeduldig werden“, unterstreicht Koschinat, der sein Team damit aber keineswegs klein reden will. Er klingt durchaus sehrt angetan, wenn er über die Vorzüge seiner Elf spricht. Die Fortuna hat derzeit die wenigsten Gegentore kassiert und die zweitmeisten Tore geschossen. Die 15 Treffer teilen sich auf neun verschiedene Schützen auf. Das war mal anders. Letztes Jahr schoss Hamdi Dahmani gefühlt jedes Tor der Kölner, davor war es das Duo Königs/Biada. „Das ist auch ein Spiegelbild der Art wie wir spielen. Wir sind brutal gefährlich bei Standards und auch bei unserem überfallartigen Konterspiel. Unsere Palette ist viel größer geworden.“

Obwohl Halle saisonübergreifend zwölf Spiele sieglos war, die Serie endete erst am vergangenen Samstag durch ein 2:1 gegen Wehen Wiesbaden, und stark ersatzgeschwächt ist, warnt Koschinat vor dem nächsten Gegner. „Halle hat eine unfassbar geile Kader-Zusammenstellung. Die Hälfte der Mannschaft hätte ich auch gerne. Dass der Gegner arg dezimiert ist, ist für uns eine nicht ungefährliche Situation. Die werden alle zusammenstehen. Für die ist dies auch eine Chance.“

Personell ist ja auch Koschinat nicht frei von Sorgen. Nach Maurice Exslager zog sich auch Bone Uaferro beim 2:1-Erfolg in Bremen am vergangenen Freitag einen Kreuzbandriss zu. Die fünfte Verletzung dieser Art bei den Südstädtern innerhalb eines Jahres. „Das war natürlich ein schwerer Schlag ins Kontor für uns. Das war ein unglücklicher Spielunfall. Er hatte keine Chance in dieser Situation dem zu entgehen“, so der Trainer, der im Abwehrzentrum nun auf die verbliebenen Bernard Kyere, Cedric Mimbala und Moritz Fritz vertraut. Alle drei sind hervorragende Zweikämpfer. Eine Qualiät Uaferros geht ihnen indes ein wenig ab, die Spieleröffnung. „In dieser Hinsicht war er ein wichtiger Faktor für unser klar strukturiertes Spiel von hinten heraus“, gibt Koschinat zu. „Da müssen wir jetzt etwas an der Art unseres Spiels justieren.“

Kurzfristig aktiv wurde die Fortuna hingegen auf dem Transfermarkt in der Offensive. Amir Falahen ein groß gewachsener Stürmer, der für den SC Freiburg seit 2009 drei Spiele in der 2. Bundesliga und 71 Spiele in der Regionalliga Südwest bestritt, wurde verpflichtet. Der 24-Jährige „ist groß, sperrig und dennoch beweglich“, so Koschinat. Falahen, der ein ähnlicher Spielertyp wie Daniel Keita-Ruel ist, steht gegen Halle bereits im Kader. Schon vor einem Jahr war sich die Fortuna mit dem Spieler handelseinig. Dann verhinderte aber ein Knorpelschaden die Vertragsunterzeichnung. Stattdessen wurde Marc Brasnic geholt. Gesperrt ist gegen Halle Dominik Ernst. Der Rechtsverteidiger sah in Bremen Gelb-Rot. Ihn wird Lars Bender ersetzen. 

Kommentieren