22.04.2016

Weiler-Rückzug wirbelt Aufstiegskampf durcheinander

Dreimal Spruchkammer: Verantwortliche ziehen die Reißleine.

Für den SC Weiler-Volkhoven II ist die Saison in der Kreisliga C2 vorbei. Die Verantwortlichen des Vereins zogen das Team aus dem Spielbetrieb zurück. Grund: Die mangelnde Disziplin von Spielern. Durch Kurzschlussreaktionen mancher Akteure musste sich die Mannschaft in kürzester Zeit dreimal vor der Spruchkammer verantworten. Das war für den Verein zu viel und er zog die Reißleine.

Der SC Weiler-Volkhoven II zieht seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Kreisliga C2 zurück. Der Vorstand zog bei dem zweiten Team des Vereins die Reißleine. Grund für den Rückzieher sind laut Trainer Markus Wilberg „die mangelnde Disziplin von einigen Spielern.“ Dabei lief zu Beginn der Saison für den SC Weiler-Volkohoven II alles rund. Die Mannschaft stand nach Abschluss der Hinrunde auf dem fünften Tabellenplatz. Doch jetzt wurde das Team aufgelöst. „Ich finde das sehr schade“, so Wilberg. „Ich habe mir das anders vorgestellt, aber es sollte nicht sein.“

Schon Mitte der Hinrunde nahm das Unglück bei Weiler-Volkhoven II seinen Lauf. Die Mannschaft hatte fünf schwerwiegende Ausfälle zu verbuchen. In der Winterpause kam es für die zweite Mannschaft dann noch dicker. Trainer Gennaro Giuseppino wegen Personalproblemen ab der Rückrunde bei der ersten Mannschaft der Weileraner aushelfen und auch der Co-Trainer verließ die Reserve. Markus Wilberg übernahm die Mannschaft interimsweise ab der Rückrunde. Bis dato hatten die Volkhovener noch alles im Griff, doch dann kam der sportliche Einbruch. Die Ergebnisse stimmten nicht mehr und Frust machte sich in Teilen der Mannschaft breit. In den letzten drei Saisonspielen kam dies schwerwiegend zu tragen. Die Spiele gegen den SC Rondorf II und die DJK Südwest II mussten beide vom Unparteiischen abgebrochen werden, zuvor zwang eine grobe Unsportlichkeit eines Spielers die Weileraner bereits vor die Spruchkammer.

„Manche Spieler konnten sich auf dem Feld einfach nicht zusammen reißen“

„Das ist alles unglücklich zusammengebrochen. Manche Spieler konnten sich auf dem Feld einfach nicht zusammen reißen“, so Wilberg. „Der Vorstand hat uns ein Ultimatum gesetzt.“ Noch einen Auftritt vor der Spruchkammer wollten die Verantwortlichen unter allen Umständen vermeiden, jedoch vergebens. „Wir wollten die Saison eigentlich in Ruhe runter spielen. Nach oben und unten ging schließlich nichts mehr. Aber mache Spieler wollten das leider nicht einhalten“, so Wilberg. „Ich finde, man muss auch mal Größe zeigen und verlieren können. Zwar hatten wir auch das Gefühl, dass manche Schiedsrichter bewusst kleinlich gegen uns gepfiffen haben, trotzdem muss man solche Entscheidungen akzeptieren. Das konnte manche Spieler leider nicht.“

Spieler haut Schiedsrichter die Pfeife aus dem Mund

Nach dem Spiel gegen die DJK Südwest II zog der Vorstand die Reißleine. „Ein Spieler hat dem Schiedsrichter die Pfeife aus dem Mund gehauen“, berichtet Wilberg. Die grobe Unsportlichkeit brachte das Fass bei den Verantwortlichen zum Überlaufen und die Mannschaft wurde nach der Partie gegen die DJK aufgelöst und aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. „Das ist natürlich inakzeptabel. Nach der Auflösung der Mannschaft plant der Verein jetzt einen Neuanfang. Die Spieler, die auffällig wurden, dürfen nicht mehr zurückkehren. Mit einem neuem Trainer und zum Teil neuen Spielern soll der Neustart in der kommenden Saison her.“

Durch den Rückzug aus der Kreisliga C2, werden alle Spiele des SC Weiler-Volkhoven II aus der Wertung genommen, was besonders den Aufstiegskampf in der Staffel ordentlich durcheinanderwirbelt. Dem Tabellenzweiten SC Rondorf II werden sechs Punkte vom Konto gestrichen, der Tabellenführer SC Borussia Lindenthal-Hohenlind IV bekommt dagegen nur zwei Zähler Abzug. Die Lindenthaler setzten sich somit mit zwölf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze ab. Neben SC Weiler-Volkhoven II haben auch der TFC Köln III und der SV Rot-Weiss Zollstock ihren Mannschaften bereits aus der Liga abgemeldet. 


Autor: Luise Kropff

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