15.06.2016

Westhoven II und Mülheim bestimmten das Geschehen

Kreisliga C4: Wir blicken auf die Saison 2015/2016 zurück.

In der Kreisliga C4 waren der SV Westhoven-Ensen II und der FC Germania Mülheim stets ganz oben anzutreffen. Dabei mischte sich zwischenzeitlich auch eine dritte Kraft erheblich in den Meisterkampf ein. Im Saisonrückblick 15/16 schauen wir auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze zurück. Außerdem ließ eine Mannschaft aus dem Keller nach Worten Taten folgen und für eine Elf kam jede Rettung zu spät.

Wir drehen die Uhr zurück in der Kreisliga C4. Vom zweiten Spieltag an übernahm hier der SV Westhoven-Ensen II das Zepter in der Liga. Schon in der Saison 14/15 verkaufte sich die Elf gut und schloss auf dem dritten Tabellenplatz ab. In der letzten Serie sollte nun endlich der Aufstieg in die B-Liga vollbracht werden. Dafür spielte die Mannschaft um Trainer Christian Baum ordentlich auf. In 30 Saisonspielen traf man 132 mal in die Maschen des gegnerischen Kastens. Großen Anteil an der Offensivkraft hatte dabei Hans-Gerd „Männi“ Hoffmann. Der 37-jährige Stürmer netzte in dieser Saison 56 mal ein. Kein anderer Spieler im Raum Köln traf so oft wie die Tormaschine.

Historisch hoher Sieg für SV Westhoven-Ensen II

Den Westhovenern stets auf den Fersen war der FC Germania Mülheim. Die Mannschaft um Trainer Daniel Schütze war dabei nicht weniger torgefährlich (127 Tore), übernahm zu Beginn der Rückrunde sogar für einige Wochen die Tabellenspitze. Doch während am 22 Spieltag der SV Westhoven-Ensen II einen historisch hohen Saisonsieg über den SV Mevlana Porz feiern konnte (24:0), patzten die Mülheimer gegen den SV Botan Köln (1:1) und mussten vom Thron weichen. Alles deutete auf ein Herzschlagfinale um den Titel zwischen den beiden Mannschaften an der Spitze hin.

Zwischendurch schaltete sich allerdings auch der SV Botan Köln mit in das Geschehen ein. Zu Beginn der Saison noch auf den 14. Tabellenplatz abgedriftet, kämpfte sich die Mannschaft um Trainer Ayhan Üc zurück und war ab dem 10. Spieltag den beiden führenden Teams auf den Fersen. Jedoch spätestens, als der SV Botan am 21. Spieltag im direkten Duell gegen Spitzenkonkurrent SV Westhoven-Ensen II knapp unterlag (1:2), wurde aus dem einstigen Dreikampf um die Tabellenführung wieder ein Zweikampf.


Rath-Heumar II zieht zurück, SV Mevlana zieht durch

Im Tabellenkeller war die Situation eindeutiger. Durch den verfrühten Rückzug des RSV Rath-Heumar II fünf Tage vor Saisonende stand der erste Absteiger bereits fest. Auch der SV Mevlana Porz konnte sich nach einer soliden Hinrunde in der Rückserie nicht mehr fangen und stieg als zweite Mannschaft in die Kreisliga D ab. Grund hierfür waren extreme personelle Probleme, die den Verein vor eine Herausforderung stellte. Trotzdem verkündete der 1. Vorsitzende Aslan Dogan Cüceoglu „Wir spielen durch“ und hielt Wort.

Auch der SC Brück II hatte so seine Probleme in diesem Jahr. Zunächst zog der Verein die erste Mannschaft aus der Kreisliga A zurück. Mit vereinten Kräften sollte dann der Nicht-Abstieg der Zweiten aus der C-Liga gemeistert werden. Doch trotz vereinter Kräfte platzte der Knoten bei den Brückern nicht und drei Spieltage vor Saisonende musste man den Abstieg hinnehmen.


Mülheim patzt auf der Zielgeraden

Im Keller standen die Absteiger somit fest. Auch die Aufsteiger konnten zwei Spieltage vor Saisonende bereits die Korken knallen lassen. Der SV Westhoven-Ensen II und der FC Germania Mülheim ließen sich das nicht zwei Mal sagen und zündeten, als der Aufstieg in trockenen Tüchern lag, ein Sekt- und Pyrofeuerwerk. Zum Herzschlagfinale um den Titel kam es dann aber doch nicht mehr. Am vorletzten Spieltag patzte der ewige Verfolger Mülheim gegen den FC Energie 2008 (2:2) und ließ die Westhovener davonziehen. Eine Woche nach der Aufstiegs-Sektdusche gab es im Westhovener Lager um Trainer Christian Baum dann die große Meisterparty.

Die Germania um Trainer Daniel Schütze nimmt das Verpassen der Meisterschaft gelassen: „Unser Ziel war der Aufstieg, das haben wir geschafft. Wir haben einiges in dieser Saison erreichen können. Das Sahnehäubchen ist uns zwar verwehrt geblieben, aber trotzdem kann man nach dieser Saison mehr als zufrieden sein.“

Autor: Luise Kropff

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