Kleines Granatauge
Erythromma viridulum (Charpentier, 1840)
Das Kleine Granatauge ist die zierlichere der beiden heimischen Granatauge-Arten. Auch diese Art besticht durch die roten Augen der Männchen, ist aber insgesamt kleiner und zeigt weniger Blau am Hinterleib. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich deutlich nach Norden ausgebreitet - ein Trend, den ich mit Freude beobachtet habe.
Kurzsteckbrief
| Größe | 26-32 mm Körperlänge |
|---|---|
| Flügelspannweite | 30-38 mm |
| Flugzeit | Juni bis September |
| Unterordnung | Kleinlibellen (Zygoptera) |
| Familie | Schlanklibellen (Coenagrionidae) |
| Gefährdung | Nicht gefährdet |
Erkennungsmerkmale
Männchen
Auch hier rote Augen, aber der Hinterleib zeigt nur auf Segment 10 (und teils 9) blaue Färbung - beim Großen Granatauge ist auch Segment 9 vollständig blau. Der Thorax zeigt feine helle Antehumeralstreifen, die beim Großen Granatauge fehlen.
Weibchen
Ähnlich dem Großen Granatauge, aber kleiner. Unterscheidung anhand der Größe und Hinterleibszeichnung möglich.
Lebensraum
Das Kleine Granatauge bevorzugt wärmere Stillgewässer mit Schwimmblattvegetation. Es ist wärmeliebender als das Große Granatauge und profitiert vom Klimawandel.
Beobachtungstipps
Suchen Sie von Juni bis August Gewässer mit Schwimmblättern auf. Vergleichen Sie die Hinterleibsfärbung genau: Weniger Blau = Kleines Granatauge.
Ähnliche Arten
Das Große Granatauge ist größer mit mehr Blau am Hinterleib.
