Libellenarten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Im deutschsprachigen Raum können Sie eine beeindruckende Vielfalt an Libellenarten entdecken. Von der winzigen Zwerglibelle bis zur imposanten Großen Königslibelle – die Bandbreite ist erstaunlich. Wenn Sie mich fragen, welche Art ich am häufigsten beobachte, ist die Antwort eindeutig: die Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella). Diese zierliche Kleinlibelle mit dem charakteristischen hufeisenförmigen Muster ist vermutlich die häufigste Libelle im gesamten deutschsprachigen Raum.
Artenvielfalt im DACH-Raum
In Deutschland sind derzeit etwa 81 Libellenarten nachgewiesen, in Österreich rund 78 und in der Schweiz etwa 72. Diese Zahlen variieren leicht, da manche Arten nur als Irrgäste auftauchen oder ihr Verbreitungsgebiet durch den Klimawandel verändern.
Die drei Länder unterscheiden sich in ihrer Landschaftsstruktur erheblich: Deutschland bietet von der Nordsee bis zu den Alpen vielfältige Lebensräume, Österreich ist stark alpin geprägt, und die Schweiz vereint auf kleinem Raum eine außergewöhnliche Vielfalt an Gewässertypen.
Arten nach Ländern
Wählen Sie ein Land, um die vollständige Artenliste mit Angaben zum Gefährdungsstatus einzusehen:
Deutschland
Rund 81 Arten von der Küste bis zu den Alpen. Übersicht aller in Deutschland vorkommenden Libellen.
Österreich
Etwa 78 Arten in der Alpenrepublik. Von montanen Spezialisten bis zu Tieflandarten.
Schweiz
Rund 72 Arten auf kleinem Raum. Die Schweiz bietet eine bemerkenswerte Lebensraumvielfalt.
Artenportraits
Zu vielen Arten habe ich ausführliche Steckbriefe erstellt, in denen Sie Informationen zu Aussehen, Lebensraum, Verhalten und Verbreitung finden. Die Portraits basieren auf meinen eigenen Beobachtungen aus über fünf Jahrzehnten sowie auf wissenschaftlicher Literatur.
Hier finden Sie die Übersicht aller Artenportraits.
Häufige und seltene Arten
Einige Arten werden Sie bei fast jedem Spaziergang an einem Gewässer antreffen können:
- Hufeisen-Azurjungfer – die wohl häufigste Art
- Blaugrüne Mosaikjungfer – eine neugierige Großlibelle
- Gemeine Heidelibelle – im Spätsommer allgegenwärtig
- Blauflügel-Prachtlibelle – an Fließgewässern
Andere Arten sind echte Raritäten und nur an wenigen Standorten zu finden. Wenn Sie etwa eine Zwerglibelle (Nehalennia speciosa) entdecken – mit nur 26 mm Körperlänge unsere kleinste Art – haben Sie einen besonderen Fund gemacht. Diese Art ist so selten, dass jede Beobachtung für den Naturschutz wertvoll ist.
Bestimmungshilfen
Die Bestimmung von Libellen erfordert etwas Übung, macht aber viel Freude. Achten Sie besonders auf:
- Die Färbung und Musterung des Hinterleibs
- Die Augenfarbe und den Augenabstand
- Die Form und Färbung der Flügelmale
- Das Verhalten und den bevorzugten Lebensraum
Mit der Zeit entwickeln Sie einen Blick für die charakteristischen Merkmale, und die Bestimmung gelingt immer schneller. In meinen Beobachtungstipps finden Sie weitere praktische Hinweise.